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Forum Mitteldeutsche Barockmusik
om168 / Band 3
Bernd Koska
Die Geraer Hofkapelle zu Beginn des 18. Jahrhunderts
om168
ISBN 978-3-937788-31-9
Broschur, 173 Seiten, mit Abbildungen
24,50 EUR
inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Über die Hofkapelle der reußischen Residenz Gera sind bislang aufgrund der lückenhaften Quellenlage nur wenige Fakten bekannt. Bernd Koska ist es im vorliegenden Band erstmals gelungen, die verstreuten Bruchstücke zu einem plastischen Porträt der Musikpflege am Geraer Hof während der Regentschaft Graf Heinrichs XVIII. (1698–1735) zusammenzusetzen.

Die Neuerkenntnisse der Studie betreffen Emanuel Kegel, dessen Ernennung zum Kapelldirektor im Jahr 1698 die Wiederbelebung der Hofkapelle markiert, sowie dessen Sohn und Amtsnachfolger Ludwig Heinrich Kegel (im Amt 1726–1736). Außerdem wird das Wirken derjenigen Musiker beleuchtet, die nur kurze Zeit in Gera tätig waren, jedoch auch überregional bedeutsam geworden sind – besonders Gottfried Heinrich Stölzel, Johann Friedrich Fasch und Johann Sebastian Bach.

In der Gesamtschau der Ergebnisse kann eine Blüte der Geraer Hofkapelle im zweiten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts konstatiert werden. In dieser Zeit wurden eine personelle Besetzung von beachtlicher Quantität wie Qualität erreicht und hervorragende Leistungen auf dem Gebiet des Musiktheaters erbracht. Weiterhin zeichnet sich eine Vorreiterrolle der reußischen Residenzen bei der Verbreitung von neuen Instrumententypen ab.

Die drei großen Themenfelder der Arbeit behandeln die Leiter der Hofkapelle sowie deren Kompositionen, die übrigen Musiker am Hofe und das Repertoire des Ensembles. Die Darstellung wird durch einen Anhang ergänzt, der zentrale Quellentexte sowie detaillierte biographische Angaben zu den Musikern enthält.

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