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Aus:
Musik
und
Kirche
5/1999
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Ein
neues altes Weihnachtsoratorium
Ein
Weihnachtsoratorium von Carl Heinrich Graun, dem Hofkapellmeister Friedrichs
des Großen das ist durchaus eine Sensation. Denn bisher
galt das nur durch die Sekundärliteratur bekannte Werk als verschollen.
Nun ist das ca. 75 Minuten dauernde Oratorium
in einer editorisch vorbildlich aufbereiteten Weise, zudem graphisch
sehr ansprechend, gleich dreifach verfügbar: als Partitur,
als Klavierauszug und im Stimmensatz. [...] Die Herausgeber erläutern
in einem Kritischen Bericht die amerikanische Quelle und kommentieren
sorgfältig ihre editorischen Prinzipien. In einem informativen
Vorwort beleuchtet Peter Wollny [...] den musikgeschichtlichen Hintergrund
der Komposition und ihre Position innerhalb des Graunschen Schaffens
sowie innerhalb der protestantischen Kirchenmusik um 1730. [...] Es
ist das nicht hoch genug zu bewertende Verdienst
der beiden Herausgeber, Grauns Weihnachtsoratorium, dieses interessante
und außerordentlich repräsentative Zeugnis des empfindsamen
Kirchenstils um 1730, mit der vorliegenden Ausgabe dem kirchenmusikalischen
Musikleben insbesondere dem kirchenmusikalischen Musizieren zur
Weihnachtszeit zurückgegeben zu haben.
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Aus:
Das
Orchester
6/2000 |
Graun:
Weihnachtsoratorium (CD)
Grundlage
der Aufnahme bildet eine 1998 von Ekkehard Krüger und Tobias Schwinger
herausgegebene kritische Edition im ortus
musikverlag Beeskow (Partitur und Klavierauszug käuflich, Stimmenmaterial
leihweise). Das informative, auf quellenkundliche
und stilgeschichtliche Aspekte eingehende Vorwort verfasste Peter Wollny,
von dem auch naheliegenderweise der Booklet-Text zur CD stammt [...] Wie
die anderen geistlichen Werke Grauns ist auch sein Weihnachtsoratorium
[...] eine Musik für "weichgeschaffne Seelen" (vgl. "Der
Tod Jesu", Arie Nr. 9), eine Musik, die das befördern soll,
was Hamann, Herder und andere später Andacht
nannten. |