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zurück Georg Friedrich Händel: Venus and Adonis (HWV 85)

• • • Im Juli 1711, unmittelbar im Anschluss an die Rückkehr nach Hannover vom ersten Englandaufenthalt, hatte Händel an den in London lebenden Musiker Andreas (Andrew) Roner geschrieben und ihn bei dem Dichter John Hughes um Poesien zum Zweck der Vertonung bitten lassen. Hughes (1677-1720) war ein geachteter Dichter und ein u.a. von Pepusch geschätzter Librettist. Da er selbst Violine spielte, hatte er großes Interesse an der Schaffung musikalischer Poesie, die die Struktur der modernen italienischen Opernszene ins Englische übernahm. Unter den Gedichten, die er sehr bald an Händel übersandt haben muss, war Venus and Adonis, eine Kantate, bestehend aus zwei Arien mit einem einleitenden und einem überleitenden Rezitativ. Der Text erschien erst 1720 in einer Anthologie. 1735, in Poems on Several Occasions, with some Select Essays in Prose herausgegeben von William Duncombe, wird Venus and Adonis als „A CANTATA / Set by Mr. HANDEL.“ bezeichnet. Es blieb die einzige Kantate mit englischem Text, die Händel zuzuweisen ist.
Die Musik zu Venus and Adonis war verschollen, bis William C. Smith die beiden Arien in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts in einem handschriftlichen Sammelband identifizieren konnte. Die vorliegende Ausgabe hat den wenig anspruchsvollen Part der Violine weiter ausgedehnt. Da das Originalmanuskript nicht erhalten blieb, ist heute nicht mehr zu sagen, auf welche Weise er die beiden Rezitative vertont hatte. Diese Ausgabe will die Lücken schließen und macht so künftigen Interpreten das Angebot, mit den neu vertonten Rezitativen Händels erste englische Arien im dramatischen Zusammenhang darzubieten. Die Ausgabe enthält Illustrationen von Ulrike Stolte.

 

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