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Im Juli 1711, unmittelbar im Anschluss an die Rückkehr nach Hannover
vom ersten Englandaufenthalt, hatte Händel an den in London lebenden
Musiker Andreas (Andrew) Roner geschrieben und ihn bei dem Dichter John
Hughes um Poesien zum Zweck der Vertonung bitten lassen. Hughes (1677-1720)
war ein geachteter Dichter und ein u.a. von Pepusch geschätzter
Librettist. Da er selbst Violine spielte, hatte er großes Interesse
an der Schaffung musikalischer Poesie, die die Struktur der modernen
italienischen Opernszene ins Englische übernahm. Unter
den Gedichten, die er sehr bald an Händel übersandt haben
muss, war Venus and Adonis, eine Kantate, bestehend aus zwei Arien mit
einem einleitenden und einem überleitenden Rezitativ. Der Text
erschien erst 1720 in einer Anthologie. 1735, in Poems on Several Occasions,
with some Select Essays in Prose herausgegeben von William Duncombe,
wird Venus and Adonis als A CANTATA / Set by Mr. HANDEL.
bezeichnet. Es blieb die einzige Kantate mit englischem Text, die Händel
zuzuweisen ist.
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